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© 2018 Verein STADTRAUM 5und4

Mehr als Wohnen
Veranstaltungsreihe von STADTRAUM 5und4
 
 
 

Wie sieht die Stadt aus, in der wir gerne leben wollen? Wie kann diese sozial gerecht, lebenswert und nachhaltig gestaltet werden? Und wie können schon dort Wohnende und neue Bürgerinnen und Bürger zu Nachbarn werden, statt zu Konkurrenten um knappen Wohnraum. Dieser Frage widmet sich STADTRAUM 5und4 e.V. in einer Reihe von Veranstaltungen. Wir wollen damit die schon bestehenden Impulse zu einer gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung in Köln stärken und Verbindungen zwischen den verschiedenen Versatzstücken herstellen. Es gibt in Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung vermehrt Aufmerksamkeit und Verständnis für die Thematik, aber noch folgt zu wenig daraus. Da die Zukunft der Städte und damit auch unseres Kölns zur Zeit verhandelt wird, sehen wir jetzt den richtigen Zeitpunkt, um der Debatte noch mehr Schwung zu verleihen. 

Am 30. Oktober stattgefunden:

Dauer dem Gemeinwohl  
Gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung
Ein Bericht aus „Utopia“ Berlin

Die Grundfrage lautet: Was bedeutet Gemeinwohl im Immobiliensektor und wie wird Gemeinwohl Realität? Aufgrund sich immer weiter nach oben schraubender Boden- und Mietpreise und den funktionalen und sozialen Defiziten gewinnfokussierter Immobilienentwicklung wird diese Diskussion mittlerweile bundesweit geführt, so auch intensiv in Berlin. Roberta Burghardt gibt einen Einblick in die Debatte und erläutert verschiedene Ansätze und Strategien, um gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklungen in die Praxis umzusetzen. So stellt sie konkrete Fallbeispiele, wie die Arbeit- und Koordinierungsstruktur Gemeinwohl (www.aks.gemeinwohl.berlin) und das Kooperationsverfahren am Kreuzberge r Rathausblock, vor. Dabei spielen verschiedene Modelle und Vorschläge zu zivilgesellschaftlich-kommunalen Bodenstiftungen in Kombination mit Erbbaurechten eine wichtige Rolle. So soll Boden dauerhaft für das Gemeinwohl gesichert und die Mitbestimmung von Nutzer*innen und Nachbarschaft garantiert werden. Roberta gibt wichtige Denkanstöße, die sicher auch auf Köln übertragbar sind.

Am 19. November stattgefunden:

Mehr als Wohnen in Wien
Urbane Mischung durch Wohnprojekte

Das Netzwerk gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im hdak berichtet von der Exkursion nach Wien im Oktober 2019. In der Seestadt Aspern, größtes Wiener Stadterweiterungsgebiet, erfuhren wir von der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420, mit welchen Strategien das ganz neue Quartier geplant und die urbane Mischung umgesetzt wurde. Welche Rolle die von den späteren Nutzer:innen selbst initiierten und 2014 bezogenen Wohnprojekte (Pilotprojekt für Wien) bei der Belebung des Quartiers spielen und welche Ideen sich in der Realität bewähren, diskutierten wir mit Bewohner:innen der vier Baugemeinschaftsprojekte JAspern, B.R.O.T., Seestern und LiSA. Die 2019 fertiggestellten größeren gemeinschaftlichen Projekte Gleis 21 und Grüner Markt im innerstädtischen Sonnwendviertel, einem ehemaligen Bahnhofsgelände, integrieren Wohnungen mit großzügigen Gemeinschaftsflächen im Obergeschoss und bunt gemischt genutzten Erdgeschossen, die dem Quartier offen stehen.

Durch den Abend führt Almut Skriver aus dem Vorstand des hdak. Mit dabei ist unsere Initiatorin und Mitstreiterin Bettina Noesser und weitere Mitglieder des Netzwerks gemeinschaftliches Bauen und Wohnen.

Termin: Dienstag, 19.11.2019, 19:00 bis 20:00 Uhr

Ort: Haus der Architektur Köln, Josef-Haubrich-Hof 2, 50676 Köln

Veranstalter: Haus der Architektur Köln e.V.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich 

Neue Veranstaltung am 26. November:

Wohnraum für Alle
Mietendeckel, sozialer Wohnraum, neue Wohnformen – wie bleibt Wohnen bezahlbar?

​Fehlender Wohnraum in den Städten, rasante Mietsteigerungen und überteuertes Wohneigentum haben das Wohnen in der Stadt zu einem Luxusgut werden lassen. Alleinerziehende, Familien, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen oder geringer Rente können sich „ihren“ Stadtteil nicht mehr leisten. Das Ideal einer sozial gemischten Stadt spielt eine untergeordnete Rolle. 

 

Als erstes Bundesland will Berlin ein Gesetz zur Deckelung von Mieten beschließen. Das wird aktuell sehr unterschiedlich diskutiert. 

 

Ebenso die Frage, ob Enteignungen eine Lösung gegen Wohnungsnot sein könnten? 

Wie können möglichst zeitnah mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden? 

Welche neuen Wohnformen und Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Und wie kann das alte Modell der Genossenschaften gefördert werden? 

Wie wollen wir in Zukunft in den Städten zusammen leben? 

 

Diskutieren Sie mit Gästen der Friedrich Ebert Stiftung (Landesbüro NRW). Auf dem Podium ist auch unser Mitinitiator und Mitstreiter Sascha Gajewski.

Termin: 26. 11. 2019, 18:00

Ort: FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, 
Cäcilienstraße 29 – 33, 50667 Köln

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro NRW

Anmeldung bitte unter: https://www.fes.de/lnk/3mv 

 

 

 

 

Am 21. November:
Transformation zur Nachhaltigkeit
– da geht doch was!?
Von den Voraussetzungen und Wegen zu erfolgreichem grundlegenden Wandel, aus der Perspektive der Stadtentwicklung, am Beispiel von Verkehr und Wohnen

Ein Wandel zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen wird immer deutlicher unvermeidlich, erfordert aber tiefgreifende Transformationsprozesse in unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen (Energie, Mobilität, Ernährung, Bauen & Wohnen usw.). Die Transitionsforschung liefert Hinweise dazu, was transformiert werden muss, unter welchen Vorrausetzungen diese Veränderungen stattfinden, wie sie verlaufen und wie sie beeinflusst werden können. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich Schlussfolgerungen für die Planung und Entwicklung von Städten ableiten, die diese Transformationsprozesse voraussehen und gestalten. 


Nach einer knappen Einführung in das Forschungsfeld und dessen zentrale Konzepte zur Analyse und Governance von Transformationsprozessen, wird anhand konkreter Beispiele sichtbar, welche Handlungsansätze sich für die Stadtentwicklung(-spolitik) und die diesbezügliche Rolle von Bund, Land und Kommunen sowie Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft ergeben.
Klingt theoretisch, ist es aber nicht! Damit die Gäste für sich möglichst viel mitnehmen können, folgt auf den Vortrag eine ausführliche moderierte Diskussion, die bei Getränken und Snacks auch nach dem Schlusswort noch weitergeführt werden kann.

Über den Referenten:
Dr. Markus Egermann ist Geograph, Raumplaner und Nachhaltigkeitsforscher am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und dort als Projektleiter im Forschungsbereich „Nachhaltigkeitstransformationen in Städten und Regionen“ tätig. Er lehrt an der TU-Dresden, ist als Gutachter für die EU-Kommission und internationale Zeitschriften zur Raum- und Transformationsforschung tätig und begleitet diverse Projekte, in denen die Erkenntnisse in der Praxis erprobt werden.

Moderation: Irmgard Nolte, Vorstand STADTRAUM 5und4 e.V.


Termin: Donnerstag 21. November 19:00-21:00
Vortrag und Diskussion mit weiterem Austausch bei Getränken
Ort: Alte Feuerwache, Großes Forum, Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Veranstalter: STADTRAUM 5und4 e.V. und Köln-Agenda kooperieren hierzu, weil das Thema verschiedenste Nachhaltigkeitsbereiche berührt.


Am 28. November:
Wohnraum dem Markt entziehen?
Strategische Herausforderungen für wohnungspolitische Bewegungen

Steigende Mieten und Wohnungspreise führen in vielen Städten Deutschlands zu einer Situation, in der es für einkommensschwache Haushalte und selbst für Mittelschichten immer schwieriger wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Ermöglicht wurde eine derartige Zuspitzung der Wohnungsfrage durch eine ab Mitte der 1980er Jahre einsetzende Neoliberalisierung der Wohnungspolitik auf allen staatlichen Ebenen. Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft, dem entgegenzuwirken? Wie kann man/frau Einfluss auf Kommunen und andere politische Träger nehmen? Der Referent Sebastian Schipper zeigt auf, wie sich der Wohnungsmarkt entwickelt und welche sozialen Bewegungen entstehen und sich zur Wehr setzen.


Über den Referenten:
Dr. Sebastian Schipper ist Geograph und Buchautor, der seit Jahren intensiv Stadtforschung betreibt. Seit Oktober 2015 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Im Juli 2017 hat er seine Habilitation zu dem Thema „Wohnen dem Markt entziehen? Städtische soziale Bewegungen in Tel Aviv-Jaffa und Frankfurt am Main“ abgeschlossen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich kritischer Geographie und Stadtforschung.


Termin: Donnerstag 28. November 19:30-21:00 
Ort: Melanchthon-Akademie, Kartäuser Wall 24b, 50678 Köln
Veranstalter: Melanchthon-Akademie in Kooperation mit STADTRAUM 5und4 e.V. 

 

 


 


Am 3. März:
Genossenschaftliches Wohnen: Wie zeitgemäßes Wohnen aus „schwierigen Grundstücken“ erwachsen kann
Ein Beispiel von Europas größter bewohnter Flussinsel

Die Hamburger Sozialmanagerin Juliane Chakrabarti leitete 2004 die AG "Zukunftskonferenz Wilhelmsburg“ und entwickelte erfolgreich die "Industriebrache am Vogelhüttendeich“, ein kontaminiertes Gelände, zu einem besonderen gemeinschaftlichen Wohnprojekt, in welchem sie selbst heute wohnt. Sie referiert über die Möglichkeiten der Entwicklung von „schwierigen Grundstücken“, an die sich Kommunen oder private Investoren ansonsten kaum heranwagen. Sie spricht weiterhin über die Chancen guter Konzepte und die Notwenigkeit von Herzblut bei der Umsetzung. These des Abends: Innovative Lösungen für bedürfnisgerechte, nachhaltige und differenzierte Wohnangebote sind oft Resultat der Entwicklung von "schwierigen Grundstücken“ durch engagierte Mitmenschen und politischem Willen der Kommunen.


Über die Referentin:
Juliane Chakrabarti, Diplompädagogin und Sozialmanagerin, fühlt sich dem Gemeinwohl verpflichtet
und ist stark im Ehrenamt verwurzelt. Sie trägt viel Verantwortung u.a. in der Selbstverwaltung des
Schipperort e. V. und als Aufsichtsrätin der Schanze eG.


Termin: Dienstag 3. März 2020 19:00 Uhr
Ort: VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstraße 35, 50667 Köln (Altstadt/Süd)
Veranstalter: Volkshochschule Köln in Kooperation  mit  STADTRAUM 5und4 e.V.